Newsletter 03/2011
Liebe Leserinnen und Leser!
Die Wirtschaft läuft wieder, auf den Straßen heißt das „bitte hinten anstellen“.
In 2010 gab es gemäß der jährlich erscheinenden Studie des ADAC so viele und lange Staus wie noch nie. Mit 400.000 km Gesamtlänge waren das 50.000 km mehr als im Krisenjahr 2009, und 25.000 km mehr als in 2008 mit dem bis dahin höchsten Stand. Die Stauhäufigkeit, die auch im Krisenjahr keinen Rückgang erfahren hat, nahm in 2010 besonders dramatisch zu, im Vergleich zum Vorjahr um 32 %.
Der ADAC fordert den weiteren Ausbau der Autobahnen. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass dies die Probleme nicht wirklich löst. Neue und größere Straßen erzeugen den Verkehr, der sie nach ein paar Jahren auch wieder auslasten wird. Nötig ist vor allem auch ein intelligenterer Umgang mit Mobilität. Elektromobilität kann hier einen Beitrag liefern, weil sie aufgrund der geringeren Reichweite von e-Kfz dazu beitragen kann, den Verkehrsmittelmix entfernungsabhängig intelligenter zu differenzieren. E-Mobility alleine stellt jedoch keine Lösung dar, insbesondere dann nicht, wenn es gelingen sollte, mit e-Kfz die Reichweiten konventioneller Fahrzeuge zu erreichen. Dann gibt es nur zwei Unterschiede im Vergleich zu heute: Staus werden leiser und es stinkt nicht mehr aus dem Auspuff des Vorderfahrzeugs.
Ihr Michael Schramek

MobilityPolicy - das zukünftige Firmenwagenmodell
Laut der Shell Jugendstudie 2010 halten 76% aller Jugendlichen den Klimawandel für ein großes oder sogar sehr großes Problem. 44% versuchen, häufiger mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen und 39% entscheiden sich für ein kleineres Auto mit geringerem Verbrauch.
Eine neue Generation will mehr als nur ein Auto, sie sucht intelligente Mobilität sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.
Diese Entwicklung veranlasst sogar die Automobilindustrie auf der gesamten Breite dazu, auf neue Konzepte zu setzen und sich vom Autoverkäufer zum Anbieter von Mobilität weiter zu entwickeln (sie hierzu auch Bericht rechts).
Für die aus dieser Generation heranwachsenden Führungskräfte, insbesondere wenn sie in städtisch geprägten Räumen leben und arbeiten, stellt der Dienstwagen nicht das alleinige Verkehrsmittel dar, mit dem sie ihre Mobilitätsbedürfnisse decken können und wollen.
Mit einer MobilityPolicy, die speziell auf Ihr Unternehmen und die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter abgestimmt ist, schaffen Sie neue Anreize im Wettbewerb um diese begehrten Führungskräfte.
Ausgehend vom weit verbreiteten User-Chooser Modell, bei dem sich der Mitarbeiter in einem vorgegebenen Rahmen einen Firmenwagen nach seinen Vorstellungen für seine Bedürfnisse konfigurieren kann, stellt die MobilityPolicy ein darüber hinausgehendes Mobilitätsangebot für Ihren Mitarbeiter dar. Er kann sich nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen aus einem Menü (Mobility Konfigurator) sein individuelles Mobilitätspaket zusammen stellen. Ziel ist es, ein für den Mitarbeiter attraktives System zu schaffen, das ihm einerseits einen effizienten Umgang mit dem Firmenwagen ermöglicht und ihn andererseits über interessante Zusatzleistungen und/oder Prämien zur effizienten Nutzung der Mobilitätsalternativen motiviert.
Grundlage Ihrer neuen MobilityPolicy ist (sofern vorhanden) Ihre bestehende CarPolicy.
Wir ermitteln durch unsere speziellen Analysemethoden den tatsächlichen Mobilitätsbedarf Ihrer Mitarbeiter, sowohl im geschäftlichen wie auch im privaten Bereich. Auf dieser Basis entwickeln wir dann in einem partizipativen Vorgehen mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Bausteine für die individuelle MobilityPolicy Ihres Unternehmens. Selbstverständlich begleiten wir Sie auch in der sensiblen Phase der Einführung, Evaluierung und Weiterentwicklung.
Beispiele für die Bausteine einer MobilityPolicy:
- Angebot Downsizing inkl. Anreizsystem
- Angebot EcoFahrzeug inkl. Anreizsystem
- Angebot EcoFahren inkl. Anreizsystem
- Angebot Laufleistungsreduzierung bei der privaten Nutzung
- Angebot zur Versteuerung der tatsächlich getätigten Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte anstelle der 0,03%-Regelung
- Zusätzliche Bereitstellung von Abos für den Fern- und Nahverkehr der Bahn (z.B. BahnCard/JobTicket)
- Zusätzliche Bereitstellung von alternativen Fahrzeugen (z.B. Roller/Pedelec)
- Guthaben zur Mietwagennutzung
- Zusätzliche geldwerte Leistungen außerhalb der Mobilität
…u.v.a.
Dieses Vorgehen schafft beiderseitige Win-Win Effekte!
Für Ihre Mitarbeiter führt es zu geringeren Kosten für die private Mobilität, zu einer höheren Flexibilität und Anpassung an die individuellen Bedürfnisse sowie zur Reduzierung ihres persönlichen CO2-Ausstoßes.
Für Ihr Unternehmen reduzieren Sie die Fahrzeugkosten, insbesondere im Bereich der variablen Kosten, sie reduzieren den CO2-Ausstoß und werden attraktiver für junge Mitarbeiter.
Nutzen Sie die Chancen einer MobilityPolicy!
Wir unterstützen Sie gerne mit unserer Kompetenz in diesem Thema.
Aktuelles
MiniTax – den geldwerten Vorteil beim Dienstwagen senken und Steuern sparen
Mit einer Investition von nur 50ct pro Monat senken Sie die Steuern, die auf den geldwerten Vorteil Ihres Firmenwagens anfallen. Ohne Führung eines Fahrtenbuchs!
Für Arbeitgeber eröffnet MiniTax die Chance, den Dienstwagennutzern eine attraktive Alternative zur 0,03 Prozent Regeleung anzubieten. Eine Alternative, die darüber hinaus die Kosten des Unternehmens senkt, und die Umwelt schont.
IEA hebt Prognose zur Ölnachfrage und zum Ölpreis an
Wie Dow Jones berichtet, hat die Internationale Energieagentur (IEA) im Juni diesen Jahres sowohl ihre Prognose zur weltweiten Ölnachfrage als auch zum Ölpreisniveau in den kommenden Jahren angehoben. Die Ölnachfrage werde bis 2016 auf 95,3 Mio Barrel/Tag (bpd) zunehmen von 88,0 Mio bpd im vergangenen Jahr und damit jährlich um durchschnittlich 1,3% steigen, heißt es von Seiten IEA.
Goldene Zeiten bei den Flugpreisen bald vorbei?
Wie der Mobilitätsmanager berichtet, werden sich Firmen- und Privatkunden darauf einstellen müssen, dass für die Passagiere das sprichwörtlich goldene Zeitalter des Fliegens zu Ende geht. Massenhaft günstige Tickets wird es, glaubt man der IATA, nicht mehr geben. „Die Preise müssen nicht nur steigen, wie wir das seit Jahren gerne hätten, jetzt tun sie es auch“, sagt Tony Tyler, Ex CEO von Cathay Pacific (Hongkong) und als Nachfolger von Giovanni Bissagnini neuer Chef des Luftfahrtverbandes, dem 230 Fluggesellschaften angehören.
BMW startet neues CarSharing Mobilitätskonzept
DriveNow, das gemeinsame Car Sharing-Joint-Venture der BMW Group und der Sixt AG, ist in München gestartet. Noch in 2011 soll das Angebot auch auf Berlin ausgeweitet werden.
Im Innenstadtbereich des Münchner Mittleren Rings stehen 300 Autos der Marken MINI und BMW (1er) zur Verfügung. Sie lassen sich spontan überall dort anmieten und abstellen, wo die Kunden sie benötigen.
Nachdem Daimler mit „Car2go“ den ersten Schritt gemacht hatte, überrascht das neue Angebot von BMW in Fachkreisen nicht. Dass es einen tiefgreifenden Wandel vom Autobesitzer zum Autonutzer oder vielmehr zum multimodal Reisenden gibt, bestätigt neben der Shell Jugendstudie jetzt auch das zur Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft gehörende Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in der Studie „Mobilitätsmuster junger Menschen im Wandel“.
Aber auch die anderen Marktteilnehmer wollen diesen neuen Markt nicht an sich vorbeiziehen lassen. So plant VW mit Quicar in Hannover bald mit 200 Fahrzeuge an 50 Stationen zu starten. Weitere neue CarSharing Angebote sind Zebramobil in München, Hertz on Demand, in Berlin und SixtiCarClub in Berlin, Potsdam und München. Daneben stehen naoch die bereits etablierten CarSharer wie z.B. Cambio, Stadtmobil, DB Flinkster und Drive-Carsharing. Weitere neue Entwicklungen in diesem Segment sind Nutzerbörsen zur privaten Vermittlung mit Versicherung wie Tamyca, Nachbarschaftsauto, Autonetzer und Wende sowie innovative dynamischen Mitfahrbörsen wie z.B. Car2gether und Flinc.
DEKRA Studie bestätigt Kraftstoffeinsparpotenzial von Eco-Fahrzeugen
Start-Stopp-Automatik, Tempomat, Schaltpunktanzeige, lange Getriebe- und Achsübersetzung, verbesserte Aerodynamik – Automobile mit Kraftstoff sparender Eco-Technik liegen im Trend. Wie stark Eco-Autos den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu Standardmodellen unter Praxisbedingungen senken, haben Sachverständige der DEKRA Automobil bei vergleichenden Verbrauchsmessfahrten ein Reduzierungspotenzial beim Kraftstoff von 6 bis 8 Prozent nachgewiesen. Insgesamt besteht nach den Erfahrungen der DEKRA Fahrtrainer in gewerblichen Fuhrparks durch die Kombination von Technik, Training und Anreizsystem noch immer ein Potenzial für Kraftstoffeinsparungen in Höhe von rund 10 bis 20 Prozent.
Stau schadet der Gesundheit
Eine von TomTom in Auftrag gegebene Studie bestätigt erneut, dass Fahren bei erhöhtem Verkehrsaufkommen besonders bei Männern einen signifikanten und ungesunden Anstieg an physiologischem Stress verursacht.
Die Untersuchung zeigt, dass bei Frauen ein Stress-Anstieg in Höhe von 8,7% aufgrund des Fahrens bei erhöhtem Verkehrsaufkommen zu verzeichnen ist, während bei Männern eine Zunahme von bis zu 60% gemessen wurde. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass in denselben Tests 67% der Frauen und 50% der Männer angaben, sich 20 Minuten nach der Fahrt nicht gestresst zu fühlen, obwohl sie es physiologisch gesehen waren.
Daneben ergab eine Umfrage unter 10.000 Autofahrern, dass 72% der Teilnehmer zwischen 18 und 64 Jahren täglich mit dem Auto fahren. Besonders hoch war die Quote der täglichen Autonutzer auf dem Weg von Zuhause zur Arbeit: 92% der Umfrageteilnehmer fahren täglich mit dem Auto zur Arbeit.
Der VCD wird 25 Jahre alt – Wir gratulieren
Seit 25 Jahren macht sich der VCD stark für eine nachhaltige Mobilität. Der VCD ist der einzige ökologische Verkehrsclub. Er versteht sich als Alternative für alle, die umweltbewusst unterwegs sind: mit dem Rad oder zu Fuß, mit Bus oder Bahn, mit oder ohne Auto.
