Dr. Armin Langweg

Statement zu Vortrag 3:
Öffentlicher Verkehr und Zweirad: Gewinner oder Verlierer der Krise?

Gestern morgen fuhr ich so mit dem Bus nach Aachen, wie es aus Kundensicht eigentlich ideal war: Auf jedem zweiten Sitzplatz kann sich jemand setzen - und der Fahrer hat keine Fahrkarten kontrolliert ;) Die Maske erschwerte aber das Atmen und entspannte Fahren. Ich befürchte, dass der ÖPNV als klarer Verlierer aus der Corona-Krise hervorgehen wird. Alle Beteiligten müssen massiv daran arbeiten, das Vertrauen in den ÖPNV zurückzugewinnen und ihn mit neuen Finanzierungsmodellen deutlich attraktivieren - wie es vor der Krise angelaufen ist.

Der Radverkehr profitiert in der Corona-Krise von mehr Platz auf den Straßen. Er kann sein Image als gesundes Verkehrsmittel ausbauen und wird in Aachen - wegen des beschlossenen Radentscheides - auch in Zukunft dauerhaft mehr Platz bekommen. Wenn wir in Betrieben Umsteiger aus dem Auto locken wollen, werden wir jetzt noch stärker drei Karten spielen: Pedelecs fördern, komfortables Fahrradparken am Betrieb stimulieren und Ausbau das Radnetzes thematisieren.

 

Lebenslauf

 

1983 - 1992

Abitur am Gutenberg-Gymnasium (Bergheim/Erft)

1992 - 1999

Diplom-Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen, Vertiefung Verkehrswesen und Raumplanung

1999 - 2002

Kölner Verkehrs-Betriebe AG

2002 - 2009

Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen (Prof. Beckmann / Prof. Vallée);
Promotion zum Dr.-Ing mit dem Thema „ÖPNV-Marketing für Neubürger“

2008 - 2010

Mobilitätsberater bei der IHK Aachen

2009 - 2011

Stadt Aachen, Abt. Verkehrsplanung und Mobilität: Mitarbeit „effizient-mobil – Modellregion Mobilitätsmanagement“ + „E-Aix - Modellregion Elektromobilität Aachen“

Seit 2011

Stadt Aachen, Abt. Verkehrsplanung und Mobilität: Koordinator Verkehrsentwicklungsplanung

   

Links

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aachen.de/clevermobil
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