Mobilität der Zukunft

Elektromobilität, autonomes Fahren, Shared Mobility, Flugtaxis und andere Innovationen verändern unsere Mobilität.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich der Pkw weltweit zum wichtigsten Verkehrsmittel entwickelt. In Deutschland werden 55% aller Wege bzw. 76% aller Personenkilometer mit dem Pkw zurückgelegt. Er bietet aus Sicht vieler Menschen den höchsten Komfort. Er bringt uns ohne Umstiege von Tür zu Tür, sowohl auf der Ultrakurzstrecke für den täglichen Einkauf als auch 1.000 km auf der Fahrt in den Urlaub in Deutschland oder ins benachbarte Ausland. Bei Vielen genießen die stets gleiche gewohnte Umgebung sowie die Eigenbestimmtheit höchsten Stellenwert, die eigene Musik in voller Lautstärke zu hören oder ungestört telefonieren zu können gehören genauso dazu wie die Möglichkeit des Rauchens ohne Rücksichtnahme auf Andere.

Die Bahn spricht mit ihren Vorteilen ganz andere Zielgruppen an. Der Werbeslogan der Deutsche Bahn "Diese Zeit gehört Dir" bringt das bestens zum Ausdruck: Strecke zurückzulegen, und dabei andere Dinge tun können: schlafen, träumen, lesen, essen, arbeiten, im sichersten Verkehrsmittel überhaupt. Im Vergleich zu den Vollkosten eines Pkw reist man deutlich günstiger, mit Sparpreis sogar billiger als die reinen Kraftstoffkosten (vgl. BizMOBILEETY-Analyse).   

Das selbstfahrende Auto wird, sobald es marktreif ist, die Vorteile beider Verkehrsmittel in sich vereinen. Mehr noch: Im Wesentlichen schüttelt es dabei auch gleichzeitig die bisher damit jeweils verbundenen Nachteile ab: Die Parkplatzsuche sowie die Wege vom Parkplatz zum eigentlichen Ziel entfallen, wenn wir zukünftig dort aussteigen, wo wir tatsächlich hin wollen, und das Auto sich anschließend selbst einparkt. Staus entstehen in aller Regel durch menschliches Unvermögen, sei es der Unfall aufgrund von Fahrfehlern, sei es der zähflüssige Verkehr wegen verzögerter Reaktionen des Fahrers auf die Fahrmanöver des vorausfahrenden Fahrzeugs, der sogenannte Ziehharmonika-Effekt. Ein Umsteigen entfällt, und damit sowohl die unmittelbare Unbequemlichkeit des Verkehrsmittelwechsels, als auch der dadurch entstehende Zeitverlust sowie das Risiko, den Anschlusszug zu verpassen. Wer schon mal im Winter am ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe um 22.00 Uhr eine Stunde auf den Anschlusszug gewartet hat, kennt weitere Nachteile des Bahnfahrens.

Selbstfahrende Autos verändern den Umgang mit Mobilität


Das selbstfahrende Auto wird, sobald es verfügbar ist, unser Mobilitätsverhalten grundlegend verändern. Doch wie lange wird es noch dauern, bis es soweit ist? Die Prognosen gehen weit auseinander, viele glauben, dass das noch ewig dauern wird und sie es ohnehin nicht mehr erleben werden.
Damit die oben beschriebene Bequemlichkeit des Reisens für Erwachsene, die im Besitz eines Führerscheines sind, Realität wird, muss es gar nicht 100% autonom fahren können. Die verändernde Wirkung entfaltet es auch dann schon, wenn es zum einen auf der Autobahn bis auf wenige Situationen alleine fahren kann, und wenn es sich unbemannt bei geringer Geschwindigkeit im lokalen Umfeld bewegen kann. Damit wird es möglich, auf der Mittel- und Fernstrecke die Reisezeit anderweitig zu nutzen, ebenso fällt die Parkplatzsuche sowie die damit verbundenen Fahr- und Fußwegzeiten weg. Die übrigen Fahrtabschnitte, also vom Einsteigen bis zum Bäcker oder bis zur Autobahn, stören den routinierten Autofahrer nicht wirklich. Im Gegenteil, viele sitzen ja gerne am Steuer eines PS-starken Pkw und spielen am Gaspedal.

Diese beiden Fähigkeiten, autonome Fahrt auf der Autobahn sowie eigenständiges Aufsuchen eines Parkplatzes ohne Beisein bzw. Mitwirkung eines Fahrers, werden bereits am Anfang des nächsten Jahrzehnts, also in den nächsten 3-4 Jahren in besseren Neufahrzeugen zum Standard gehören. Vollständig autonom in allen Verkehrssituationen werden Fahrzeuge wahrscheinlich in ca. 10 Jahren fahren können. Die disruptive Wirkung ist dann aber bereits für die meisten Menschen vollzogen. Das vollständig autonome Fahrzeug stellt dann nur noch für die Menschen eine neue Situation dar, die nicht selbst ein Fahrzeug führen können, also Kindern, Jugendlichen, alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr fahrtüchtigen Menschen oder anderen ohne Führerschein.

Wir unterstützen Sie dabei, diese neuen, schrittweise kommenden Möglichkeiten nutzbringend in Ihr Mobilitätssystem aufzunehmen. Wir helfen Ihnen aber auch dabei, Ihr Mobilitätssystem so auszugestalten, dass die mit dem autonomen Fahren verbundenen Gefahren und Nachteile für Ihre Mitarbeiter weitestgehend vermieden werden. Dazu zählt insbesondere der Verlust an Alltagsbewegung, die für unsere Gesundheit von sehr hoher Bedeutung ist (siehe dazu „Mobilität und Gesundheit“).


 

Ihr Ansprechpartner

Michael Schramek
Tel: 02241-26599-0
Fax: 02241-26599-29
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