EECHARGIS

Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht entwickeln

Für einen erfolgreichen Markthochlauf der Elektromobilität im motorisierten Individualverkehr (MIV) in Deutschland bedarf es einer ausreichend dimensionierten, bedarfsorientierten und wirtschaftlich tragfähigen Ladeinfrastruktur.

Auch wenn kurzfristig zur Stimulierung des beginnenden Markthochlaufs der Aufbau eines Grundstocks an Ladeinfrastruktur (insbesondere im Bereich DC Schnellladen) über Subventionen und öffentliche Fördermittel sinnvoll und notwendig ist, wird der weitere Aufbau und insbesondere Betrieb bei einem steigenden Markthochlauf im Wesentlichen nicht eine öffentliche, sondern vielmehr eine privatwirtschaftliche Aufgabe sein.

Damit der Aufbau öffentlicher und halböffentlicher sowie gewerblicher und privater Ladeinfrastruktur in den kommenden Jahren strukturiert, bedarfsgerecht und wirtschaftlich sinnvoll erfolgt, ist die Ermittlung der Orte erforderlich, an denen in den nächsten Jahren mittel- und langfristig Bedarf und somit ein Marktpotenzial an langsamen, mittelschnellen und schnellen Lademöglichkeiten im öffentlichen oder halböffentlichen Raum entsteht.

Dabei sind die Bedarfe der Wohnbevölkerung genauso zu berücksichtigen wie die der MitarbeiterInnen der dort ansässigen Betriebe sowie die von KundInnen, BesucherInnen und TouristInnen.

Unser Angebot:

Mit Hilfe des GIS basierten Tools EECHARGIS unterstützen wir Kommunen, Städte, Energieversorger und Netzbetreiber bei der Erarbeitung eines Ladeinfrastrukturkonzepts.

Auf Basis unterschiedlichster Geodaten u.a. aus dem Liegenschaftskataster ALKIS, dem Kraftfahrtbundesamt, dem Sinus® Institut sowie weiteren Quellen ermitteln wir den Ladeinfrastrukturbedarf für eine Kommune, einen Landkreis oder ein Versorgungsgebiet, differenziert nach Ort, Qualität, Quantität und Betreiber.

Die tabellarische und kartographische Darstellung erfolgt in verschiedenen Szenarien auf der Zeitachse. Damit schaffen wir die Grundlage für einen bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Auf- und Ausbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur für die nächsten 10-15 Jahre.

EECHARGIS eignet sich sowohl zur grundsätzlichen Ermittlung und Fortentwicklung der großräumigen Ladeinfrastrukturplanung, als auch zur detaillierten Betrachtung von konkreten Stadtteilen und Gewerbegebieten. Im Rahmen der Umsetzung kann EECHARGIS durch Kommunen und Netzbetreiber genutzt werden, um einzelne Gebiete, ggf. auch interaktiv im Rahmen von Bürgerbeteiligungen und/oder unter Einbindung von Unternehmen, detailliert zu betrachten.

Ihr Nutzen:

Aufbauend auf dem kleinräumig ermittelten Ladeinfrastrukturbedarf der BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, KundInnen und BesucherInnen erhalten Sie grundsätzliche Kennzahlen zur Bedarfsentwicklung für Ladeinfrastruktur.

Zudem können konkrete Standorte identifiziert werden, die möglichst nicht nur geeignet sind, den Initialbedarf der verschiedenen Nutzergruppen, sondern auch den in den späteren Phasen des Markthochlaufs aufwachsenden Bedarf über eine schrittweise Erweiterung abzubilden. Damit bekommen Sie eine Grundlage zur Auswahl der konkreten Aufstellorte von Ladeinfrastruktur, mit dem Ziel, die Kosten für die Netzertüchtigung zu den verschiedenen Zeitpunkten des Markthochlaufs in Summe möglichst gering zu halten.

Der Netzertüchtigungsbedarf wird nicht nur für den jetzigen Zeitpunkt, sondern für die gesamte Zeitspanne bis 2030 berücksichtigt.

Darüber hinaus erhalten Sie Transparenz in Bezug auf die zu erwartende Entwicklung der Zulassungs- und Bestandszahlen von Elektrofahrzeugen im Landkreis bzw. in den einzelnen Kommunen.


Die Analyseergebnisse bzw. das Ladeinfrastrukturkonzept bilden die Grundlage für:

•    die Information und Sensibilisierung der kommunalen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie der sonstigen Akteure von Energieversorgungsunternehmen,        Netzbetreibern, Wohnungs-, Tourismus-, Freizeitwirtschaft und Parkhausbetreibern über die Entwicklung des Ladeinfrastrukturbedarfs

•    die Kommunikation gegenüber der breiten Öffentlichkeit

•    Ausschreibungen zum Aufbau und Betrieb der öffentlichen Ladeinfrastruktur

•    die Ermittlung des Investitionsbedarfs bei Investorinnen und Investoren (u.a. Stadtwerke und sonstige Energieversorger bzw. Netzbetreiber)

•    die Bewertung einzelner, lokaler Ladeinfrastrukturforderungen hinsichtlich der Kompatibilität mit einem langfristig gesteuerten Aufwuchs

•    stadt- und verkehrsplanerische Entscheidungen  

•    die Ermittlung des Strombedarfs, der an diesen Orten für das Laden der Fahrzeuge tags- und nachtsüber benötigt wird

•    die Identifizierung der Haushalte und Betriebe, die frühzeitig auf Elektromobilität umsteigen, damit die Stadtwerke diese gezielt auf die Installation eigener Ladeinfrastruktur ansprechen können

•    zur Vermeidung von Fehlinvestitionen (bereits 2-3 falsch gesetzte Ladesäulen kosten so viel wie die Erstellung des gesamten Konzepts)

Die im Projekt gemeinsam erarbeitete Datengrundlage zur Parkinfrastruktur, die mittels Ortsbegehungen, Auswertung von Satellitenkarten und Ihrem ortskundigen Input ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht, stellen wir Ihnen, wie alle anderen Ergebnisse, nach Abschluss des Projekts zur weiteren Verwendung zur Verfügung.

Beispieldarstellungen aus EECHARGIS:

Darstellung der verfügbaren Parkflächen:


Darstellung der Parktypen je Haushalt:


Darstellung der Prognose der öffentlichen Ladepunkte im Jahr 2025:


Darstellung der Prognose der privaten Ladepunkte im Jahr 2025:


Darstellung der Prognose der halböffentlichen Ladepunkte mit POI im Jahr 2025:


Darstellung der Prognose der halböffentlichen Ladepunkte mit Parkflächen im Jahr 2025

Ihr Ansprechpartner

Volker Gillessen
Tel: 02241-26599-0
Fax: 02241-26599-29
Email

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